Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Eine
Interventionsstudie (auch
Behandlungsstudie genannt) untersucht,
ob eine neue Behandlung, eine neue Arzneimittelkombination, eine neue Anwendungsart von bekannten Therapien,
ein neues Chirurgie-Verfahren oder ein neues Strahlentherapie-Verfahren sicher und wirksam sind.
Im Rahmen dieser Studien kann ein Teilnehmer gebeten werden, ein neues, experimentelles Arzneimittel zu nehmen
oder sich einer Operation zu unterziehen.
Eine
Präventionsstudie sucht nach besseren Methoden zur Vorbeugung von Krankheiten.
Die Zielgruppe von Präventionsstudien sind Menschen, welche die entsprechende Krankheit noch nicht hatten,
oder bei denen eine Wiederkehr dieser Krankheit verhindert werden soll.
Diese Art von klinischen Studien schließen möglicherweise Arzneimittel, Vitamine, Impfstoffe, Mineralien
oder Änderungen im Lebensstil ein.
Eine
Beobachtungsstudie untersucht Gesundheitsfragen in großen Gruppen von Menschen.
Studienteilnehmer können gebeten werden, Fragen z.B. in Bezug auf ihre Familiengeschichte zu beantworten
oder Blutproben abzugeben, sie erhalten jedoch keine experimentelle Behandlung.
Eine
Screeningstudie bestimmt die beste Methode zur Erkennung von bestimmten Krankheiten oder Gesundheitszuständen.
Eine
Lebensqualitätsstudie oder
Studie zur unterstützenden Pflege erforscht Methoden zur Verbesserung
des Wohlergehens und der Lebensqualität von chronisch Kranken.
In
Diagnostischen Studien wird nach besseren Testverfahren gesucht. Teilnehmer dieser Studien müssen oft bestimmte Krankheiten oder bestimmte Symptome aufweisen, nach denen im Testverfahren gesucht wird.
In einer
Doppelblind-Studie erhält ein Teil der Versuchspersonen das zu testende Medikament. Eine
Kontrollgruppe
mit den übrigen Versuchspersonen erhält ein sogenanntes
Placebo-Präparat
.
In einer
Dosisfindungsstudie werden zwei oder mehrere Dosierungen eines Medikaments getestet um herauszufinden, welche Dosierung am wirksamsten und am wenigsten schädlich ist.
Eine
Multizentrische Studie wird an verschiedenen Studienzentren gleichzeitig durchgeführt. Dadurch können Studien mit einer großen Anzahl von Studienteilnehmern durchgeführt werden.
In einer
Open Label – Studie sind sowohl Studienteilnehmer als auch Studienorganisator über den Wirkstoff und seine Dosierung informiert. Dies ist bei einer
Doppelblind-Studie
nicht der Fall.
Eine
Pivotstudie präsentiert die Daten, welche zu der
Marktzulassung
eines Medikamentes führen sollen. Pivotstudien sind oft
randomisiert
und
doppelblind
, sie beinhalten eine große Zahl von Studienteilnehmern.