Ambulante Studie
Ambulante Studien finden tagsüber statt, die Testperson muss nicht im Studienzentrum übernachten.
Für eine ambulante Studie sind häufig mehrere Termine an verschiedenen Tagen erforderlich.
Siehe auch:
Stationäre Studie
Aufklärungsgespräch
Vor Beginn jeder klinischen Studie muss ein
Aufklärungsgespräch stattfinden.
Der Proband bzw. Patient muss über alle maßgeblichen Aspekte der entsprechenden Studie
hinsichtlich ihrer Durchführung und ihrer Risiken informiert werden
und ausreichend Gelegenheit haben, Fragen zu stellen.
Nach dem Aufklärungsgespräch wird eine
Einwilligungserklärung
unterschrieben.
Aufwandsentschädigung
In manchen klinischen Studien erhalten die Teilnehmer eine
finanzielle Aufwandsentschädigung,
deren Höhe von Studie zu Studie unterschiedlich ist.
Siehe auch:
Gibt es eine finanzielle Entschädigung?
Ausschlusskriterien
Die
Ausschlusskriterien bestimmen, wer an einer klinischen Studie nicht teilnehmen darf
(z.B. Raucher, Schwangere, Patienten mit Herzerkrankungen).
Ausschlusskriterien sind dazu da, das Risiko verfälschender Einflüsse
auf das Studienergebnis gering zu halten.
Auch sollen die Versuchspersonen geschützt werden; zum Beispiel dürfen Patienten mit einer
Herzerkrankung nicht Medikamente testen, die den Kreislauf belasten.
Siehe auch:
Einschlusskriterien
BMI
Abkürzung für
Body Mass Index
(siehe dort)
Behandlungsstudie
Eine
Behandlungsstudie (auch
Interventionsstudie genannt)
untersucht, ob eine neue Behandlung, eine neue Arzneimittelkombination,
eine neue Anwendungsart von bekannten Therapien, ein neues Chirurgie-Verfahren
oder ein neues Strahlentherapie-Verfahren sicher und wirksam sind.
Im Rahmen dieser Studien kann ein Teilnehmer gebeten werden, ein neues,
experimentelles Arzneimittel zu nehmen oder sich einer Operation zu unterziehen.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Beobachtungsstudie
Eine
Beobachtungsstudie untersucht Gesundheitsfragen in großen Gruppen von Menschen.
Studienteilnehmer können gebeten werden, Fragen z.B. in Bezug auf ihre
Familiengeschichte zu beantworten oder Blutproben abzugeben,
sie erhalten jedoch keine experimentelle Behandlung.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Body mass index (BMI)
Der
Body Mass Index (BMI) gibt einen groben Anhalt dafür,
ob jemand normalgewichtig, unter- oder übergewichtig ist.
Er sollte als Maßzahl nicht überschätzt werden, da verschiedene Faktoren
wie z.B. Muskelmasse nicht berücksichtigt werden.
Für manche klinische Studien wird ein bestimmter Body Mass Index als
Einschlusskriterium
herangezogen.
Siehe auch:
Wie berechne ich meinen Body Mass Index?
Deklaration von Helsinki
Die
Deklaration von Helsinki wurde 1964 im Rahmen des 18ten Treffen des Weltärztebundes
verabschiedet und erweiterte den 1947 erarbeiteten
Nürnberg-Kodex
. Sie enthält ethische Richtlinien für Wissenschaftler, die biomedizinische Forschung
an Menschen durchführen.
Weitere Änderungen kamen 1975 in Tokyo, 1983 in Venedig, 1989 in Hongkong und
1996 in Somerset West hinzu.
Siehe auch:
Welche Organisationen sind für die Sicherheit von Studienteilnehmern zuständig?
Diagnostische Studie
In
Diagnostischen Studien wird nach besseren Testverfahren gesucht.
Teilnehmer dieser Studien müssen oft bestimmte Krankheiten oder bestimmte Symptome aufweisen,
nach denen im Testverfahren gesucht wird.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Doppelblind-Studie
In einer
Doppelblind-Studie erhält ein Teil der Versuchspersonen das zu testende Medikament.
Eine Kontrollgruppe mit den übrigen Versuchspersonen erhält ein sogenanntes
Placebo-Präparat
. Dies sind z.B. Tabletten, die wie das Prüfpräparat aussehen,
aber keinen Wirkstoff enthalten. Doppelblind bedeutet, dass weder der Proband/Patient
noch der Untersucher wissen, welcher Teilnehmer zu welcher Gruppe gehört.
Durch diese "Verblindung" sollen psychologische Effekte ausgeschlossen werden.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Dosisfindungsstudie
In einer
Dosisfindungsstudie werden zwei oder mehrere Dosierungen eines Medikaments
getestet um herauszufinden, welche Dosierung am wirksamsten und am wenigsten schädlich ist.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Effektive Dosis
Die
Effektive Dosis eines Medikaments führt zu dem gewünschten Effekt des Wirkstoffes
(z.B. Heilung einer Krankheit, Abschwächung von Krankheitserscheinungen).
Einschlusskriterien
Die Einschlusskriterien bestimmen, wer an einer bestimmten klinischen Studie teilnehmen darf.
Probanden bzw. Patienten müssen diese Kriterien erfüllen (z.B. männlich, Alter zwischen 18 und 65 Jahren),
damit das Risiko verfälschender Einflüsse auf das Studienergebnis gering gehalten wird.
Siehe auch:
Ausschlusskriterien
Einwilligungserklärung
Mit Unterschrift der
Einwilligungserklärung bestätigt der Proband bzw. Patient,
dass er zur Teilnahme an der entsprechenden klinischen Studie bereit ist
und über alle maßgeblichen Aspekte der entsprechenden Studie bezüglich ihrer
Durchführung und ihrer Risiken informiert wurde.
Die Einwilligungserklärung kann später jederzeit und ohne Angabe von Gründen
zurückgezogen werden.
Siehe auch:
Aufklärungsgespräch
Epidemiologie
Die
Epidemiologie beschäftigt sich mit der Häufigkeit des Auftretens
und mit der Verteilung von Krankheiten in der Bevölkerung.
Ethikkommission
Eine
Ethikkommission besteht aus Ärzten, Statistikern, Laien und qualifizierten Experten.
Jede klinische Studie mit potentiellen Risiken für die Gesundheit der Probanden bzw. Patienten
muss von einer Ethikkommission zugelassen und beaufsichtigt werden.
Das soll sicher stellen, dass die Risiken für die Versuchsteilnehmer
so gering wie möglich sind und dass der potentielle Nutzen der Studie die
Inkaufnahme der Risiken rechtfertigt.
Die folgenden Links enthalten Listen mit den Kontaktadressen der Ethikkommissionen:
Deutschland |
Österreich |
Schweiz FIM
Abkürzung für
first in man
(siehe dort)
First in man (FIM)
In einer klinischen Studie der
Phase I
wird das Medikament zum ersten Mal
am Menschen getestet, nachdem seine Wirkung und Verträglichkeit in
präklinischen Studien
in der Zellkultur und im Tierversuch gezeigt wurde.
Studien der
Phase I
werden deshalb auch als
"first in man" – Studien (FIM) bezeichnet.
GCP
Abkürzung für
Good Clinical Practice
(siehe dort)
Generikum
Ein
Generikum (Mehrzahl: Generika) beinhaltet den gleichen Wirkstoff
wie das ursprüngliche Marken-Medikament, wird aber von einem anderen
Hersteller produziert. Da der andere Hersteller nicht mehr die Entwicklungskosten
tragen muss, kann er das Medikament günstiger anbieten.
Generika dürfen erst vermarktet werden, wenn die Patentrechte des
Originalproduktes ausgelaufen sind.
Good Clinical Practice (GCP)
Good Clinical Practice bezeichnet man als Standard für Planung, Durchführung,
Überwachung, Dokumentation, Auswertung und Berichterstattung von klinischen Studien.
Damit möchte man sicherstellen, dass die Studienergebnisse glaubwürdig und richtig sind.
Außerdem sollen die Rechte der Studienteilnehmer geschützt werden.
Homogen
Eine
homogene Gruppe besteht aus in ihren Eigenschaften sehr ähnlichen Personen.
IEC
Abkürzung für
Independent Ethics Committee
(siehe dort)
IRB
Abkürzung für
Institutional Review Board
(siehe dort)
in vitro
Bei
in-vitro-Studien werden in künstlicher Umgebung am Gewebe von Menschen
oder Tieren durchgeführt (Zellkultur, Reagenzglas). Siehe auch:
in vivo
in vivo
Bei
in-vivo-Studien werden Untersuchungen an Tieren oder am Menschen durchgeführt.
Im Gegensatz zu
in-vitro
-Studien werden für die Untersuchungen
keine Gewebeproben entnommen.
Independent Ethics Committee (IEC)
Das
Independent Ethics Committee (IEC) ist eine Organisation,
welche aus Ärzten,
Statistikern, Laien und qualifizierten Experten besteht und sich für die Sicherheit
der Studienteilnehmer einsetzt. Jede klinische Studie in den USA muss von einem
Ethikkommission
des IEC zugelassen und beaufsichtigt werden.
Indikation
Jedes Medikament hat
Anwendungsgebiete (Indikationen), für die es zugelassen ist.
Zum Beispiel hat eine Blutdrucktablette als eine (von mehreren) Indikationen
die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Institutional Review Board (IRB)
Das Institutional Review Board (IRB) ist eine internationale Organisation,
welche aus Ärzten, Statistikern, Laien und qualifizierten Experten besteht
und sich für die Sicherheit der Studienteilnehmer einsetzt.
Jede europäische klinische Studie muss von einem
Ethikkommission
des IRB zugelassen und beaufsichtigt werden.
Interventionsstudie
Eine
Interventionsstudie (auch
Behandlungsstudie genannt)
untersucht, ob eine neue Behandlung, eine neue Arzneimittelkombination,
eine neue Anwendungsart von bekannten Therapien, ein neues Chirurgie-Verfahren
oder ein neues Strahlentherapie-Verfahren sicher und wirksam sind.
Im Rahmen dieser Studien kann ein Teilnehmer gebeten werden, ein neues,
experimentelles Arzneimittel zu nehmen oder sich einer Operation zu unterziehen.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Investigator
Als
Untersucher (Investigator) wird die verantwortliche Person bezeichnet,
unter deren Aufsicht eine klinische Studie durchgeführt wird.
Kontraindikation
Die
Kontraindikationen beschreiben Umstände, unter denen ein Medikament
nicht eingenommen werden sollte, da es zu Schäden kommen könnte.
Kontrollgruppe
Studienteilnehmer, die zur
Kontrollgruppe einer klinischen Studie gehören,
erhalten keinen Wirkstoff (
Placebo
) oder einen anderen Wirkstoff als die
Studienteilnehmer der Behandlungsgruppe (siehe auch:
Doppelblind-Studie
).
Lebensqualitätsstudie
Eine
Lebensqualitätsstudie oder
Studie zur unterstützenden Pflege erforscht
Methoden zur Verbesserung des Wohlergehens und der Lebensqualität von
chronisch Kranken.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Marktzulassung
Hat ein Medikament die
Marktzulassung erreicht, darf es für das zugelassene Anwendungsgebiet
von Ärzten verschrieben und in Apotheken verkauft werden.
Die Marktzulassung ist das Ziel von klinischen Studien, allerdings werden Medikamente
auch nach der Zulassung weiterhin in
Phase-IV-Studien
getestet.
Siehe auch:
Was sind die Phasen von klinischen Studien?
Multizentrische Studie
Eine
Multizentrische Studie wird an verschiedenen Studienzentren gleichzeitig durchgeführt.
Dadurch können Studien mit einer großen Anzahl von Studienteilnehmern durchgeführt werden.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Nürnberg-Kodex
Als Folge der Menschenversuche, die von den Nationalsozialisten im Dritten Reich
durchgeführt worden waren, erarbeiteten die Alliierten 1947 in Nürnberg ethische
Richtlinien für die Durchführung klinischer Studien.
Eine Erweiterung folgte 1964 mit der
Deklaration von Helsinki
.
Siehe auch:
Welche Organisationen sind für die Sicherheit von Studienteilnehmern zuständig?
Off Label Use
Off Label Use bedeutet, dass ein Medikament für ein anderes als das offiziell
zugelassene Anwendungsgebiet verwendet wird. Dies geschieht meistens,
wenn alle verfügbaren Therapien zur Behandlung einer Krankheit ausgereizt sind.
Beim Off Label Use muss der Patient informiert sein, dass das Medikament
für diese Anwendung nicht offiziell zugelassen ist.
Open Label - Studie
In einer
Open Label – Studie sind sowohl Studienteilnehmer als auch
Studienorganisator über den Wirkstoff und seine Dosierung informiert.
Dies ist bei einer Doppelblind-Studie nicht der Fall.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Orphan Disease
Als
Orphan Diseases (übersetzt:
Waisenerkrankungen)
bezeichnet man sehr seltene Erkrankungen. Siehe auch:
Orphan Drugs
Als Orphan Diseases bezeichnet man sehr seltene Erkrankungen.
Orphan Drug
Als
Orphan Drug (übersetzt:
Waisenmedikament) bezeichnet man ein Medikament
zur Behandlung sehr seltener Erkrankungen (sogenannte
Orphan Diseases
).
Die Entwicklung dieser Medikamente hat wenig finanzielle Anreize für
pharmazeutische Unternehmen, da es nur einen kleinen Absatzmarkt gibt.
Deshalb werden vom Staat Anreize geschaffen, indem zum Beispiel
vereinfachte Zulassungsbedingungen für orphan drugs gelten.
Pharmakodynamik
Die
Pharmakodynamik beschreibt die Wirkung eines Wirkstoffes
(therapeutische Wirkung und Nebenwirkungen) auf den Körper.
Pharmakokinetik
Die
Pharmakokinetik untersucht, wie lange und in welchem Körpergewebe ein
Medikament bleibt und wie schnell und auf welchem Wege es ausgeschieden wird.
Phase I,II,III,IV
Klinische Studien werden in sogenannte
Phasen (Phase I, II, III und IV) eingeteilt.
Ein neues Medikament muss diese Phasen nacheinander durchlaufen, bevor es die
Marktzulassung
erlangt. Die Genehmigung zur nächsthöheren Studienphase wird nur dann erteilt,
wenn die vorangegangene Phase erfolgreich abgeschlossen wurde.
Siehe auch:
Was sind die Phasen von klinischen Studien?
Pivotstudie
Eine
Pivotstudie präsentiert die Daten, welche zu der
Marktzulassung
eines Medikamentes führen sollen. Pivotstudien sind oft
randomisiert
und
doppelblind
, sie beinhalten eine große Zahl von Studienteilnehmern.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Placebo
Ein
Placebo-Präparat sieht genauso aus wie ein richtiges Medikament.
Es enthält aber nicht dessen Wirkstoff, sondern nur die Tabletten-Grundlage
(z.B. Milchzucker). Placebo-Präparate werden in
Doppelblind-Studien
verwendet, um psychologische Effekte auszuschließen.
Population
Die
Population in einer klinischen Studie ist die Gruppe der Versuchspersonen,
die an der klinischen Studie teilnehmen.
Präklinische Studie
Bevor ein Medikament am Menschen zur Anwendung kommt, werden in sogenannten
vorklinischen oder
präklinischen Studien
Versuche an Zellkulturen und an Tieren
in vitro
und
in vivo
durchgeführt. Hier ergeben sich Hinweise auf Dosierung,
therapeutische Wirkung und Verträglichkeit des Prüfstoffes.
Präventionsstudie
Eine
Präventionsstudie sucht nach besseren Methoden zur Vorbeugung von Krankheiten.
Die Zielgruppe von Präventionsstudien sind Menschen, welche die entsprechende Krankheit
noch nicht hatten, oder bei denen eine Wiederkehr dieser Krankheit verhindert werden soll.
Diese Art von klinischen Studien schließen möglicherweise Arzneimittel, Vitamine,
Impfstoffe, Mineralien oder Änderungen im Lebensstil ein.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Prüfplan
Klinische Studien folgen einem genau überwachten Protokoll. Dieser
Prüfplan
legt in Einzelheiten dar, was Forscher im Rahmen der Studie tun werden.
Er enthält Angaben zu Zielsetzung, Planung, Methodik, statistische Erwägungen
und Organisation einer klinischen Studie.
Oft informiert er auch über den Hintergrund und die wissenschaftliche Begründung
der klinischen Studie.
Probandenversicherung
Studien, die Risiken für die Gesundheit der Studienteilnehmer beinhalten,
schließen für die Teilnehmer oft eine
Probandenversicherung ab für den Fall,
dass der Proband bzw. Patient Schaden erleidet. Die genauen Modalitäten sind von Fall zu Fall
unterschiedlich und müssen bei der jeweiligen Studie erfragt werden.
randomisiert
Eine
randomisierte Studie beinhaltet eine zufällige Zuordnung der Teilnehmer
zu der Behandlungs- oder zu der Kontrollgruppe. Dadurch sind die beiden Gruppen
statistisch vergleichbar.
Schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkung (schwerwiegende UAW)
Schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen bezeichnen medizinische Ereignisse,
die unabhängig von der Dosis a) zum Tode führen, b) lebensbedrohend sind, c) eine
stationäre Behandlung des Studienteilnehmers erforderlich machen,
d) zu bleibenden Schäden führen oder e) einen Geburtsfehler zur Folge haben.
Screeningstudie
Eine
Screeningstudie bestimmt die beste Methode zur Erkennung von
bestimmten Krankheiten oder Gesundheitszuständen.
Siehe auch:
Was für Arten von klinischen Studien gibt es?
Signifikanz
Neue Medikamente sollten möglichst eine bessere therapeutische Wirkung als die
bisher üblichen Therapien haben. Der Wirkungsunterschied sollte
"statistisch signifikant" sein, also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit
nicht nur durch Zufall erklärbar.
Als Beispiel: Kommt es bei
einer Versuchsperson zu einer Blutdrucksenkung
nach Medikamenteneinnahme, kann das auch Zufall gewesen sein.
Senkt sich der Blutdruck bei
100 Versuchspersonen nach Medikamenteneinnahme,
kann man davon ausgehen, dass dies mit hoher Wahrscheinlichkeit durch das Medikament
verursacht war.
Zweites Beispiel: Ein geringer Unterschied wie zum Beispiel eine
Temperaturerhöhung von 37,1 auf 37,2°C kann noch durch normale Temperaturschwankungen
bedingt sein. Erhöht sich die Temperatur aber von 37,1 auf 38,1°C, ist dies mit hoher
Wahrscheinlichkeit kein Zufall.
SOP
Abkürzung für
Standard Operating Procedure
(siehe dort)
Sponsor
Der
Sponsor einer Studie hat die Verantwortung für die Initiierung,
das Management und oft auch für die Finanzierung einer klinischen Studie.
Sponsoren können Personen oder auch Organisationen sein.
Standard Operating Procedure (SOP)
Als
Standard Operating Procedures (SOPs) bezeichnet man schriftliche Anweisungen,
welche die standarisierte und einheitliche Durchführung einer Tätigkeit gewährleisten sollen.
Stationäre Studie
Nimmt ein Proband oder Patient an einer
stationären Studie teil,
erfordert dies mindestens eine Übernachtung im Studienzentrum.
Häufig beinhalten stationäre Studien zusätzlich ambulante Termine zur Vor- oder Nachuntersuchung.
Siehe auch:
Ambulante Studie
UAW
Abkürzung für
Unerwünschte Arzneimittelwirkung
(siehe dort)
Unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW)
Als
unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) bezeichnet man alle schädlichen
und unbeabsichtigten Reaktionen auf ein Medikament.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen werden oft auch Nebenwirkungen genannt.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen eines Medikamentes mit anderen Medikamenten können auftreten,
wenn mehrere Medikamente gleichzeitig eingenommen werden.
Es kann zu einer Wirkungsverstärkung, einer Wirkungsabschwächung
oder zu Nebenwirkungen kommen.